Keine Lust auf Sex? Das kann deiner Libido schaden

Jede zweite Frau erlebt im Laufe ihres Lebens sexuelle Unlust. In dieser Podcast-Folge erhältst du einen Überblick über die sechs häufigsten Ursachen fehlender Lust bei Frauen und wie du damit umgehen kannst.

Das Ziel dieser Folge ist nicht, dir zu zeigen, wie du möglichst schnell wieder möglichst viel Lust empfindest.

Denn dieser Anspruch ist schon ganz häufig das Problem: Unsere Libido ist ein komplexes Konstrukt, das feinfühlig auf unzählige Faktoren reagiert. Auch auf innerlichen Druck.

Ziel dieser Folge ist es also vielmehr, dir bewusst zu machen, dass es ganz normal ist, wenn du mal keine Lust auf Sex hast und ein Verständnis dafür zu schaffen, welche Faktoren eine Rolle spielen können.

Lustlosigkeit ade: 6 Faktoren, die deine Libido beeinflussen

Du erfährst:

  • welche Faktoren deine Libido beeinflussen und wie du mit ihnen umgehst.
  • wie du mehr Mitgefühl mit dir selbst entwickelst.
  • dass Verlangen so viel komplexer ist als wir vermittelt bekommen.
  • welche Rolle die Gesellschaft in deiner Intimität spielt.
  • warum es so wichtig ist, dass du dir selbst Lust bereitest.

Du kannst dir den Podcast nicht nur auf Youtube, sondern auf allen gängigen Podcast-Plattformen anhören, z.B. bei Spotify und Apple Podcasts.

Ich hoffe, dass dir diese Podcast-Folge zeigt, wie komplex und vielschichtig dein Verlangen ist. Und dich dazu ermutigt, mehr Mitgefühl mit dir selbst zu haben. Frage dich, welche Überzeugungen und Gedanken, die dich in deiner Lust blockieren, deine eigenen sind und welche nicht zu dir gehören.

Shownotes

Keine Lust auf Sex? Das kann deiner Libido schaden

Als Allererstes: Wenn du gerader unter sexueller Unlust leidest, sei nicht so hart zu dir! Habe Mitgefühl mit dir selbst und nimm die Situation an so wie sie ist.

In diesem Beitrag erfährst du, welche Faktoren deine Libido beeinflussen und wie du mit ihnen umgehst.

Mir ist es so wichtig, ein Verständnis dafür zu schaffen, wie komplex unser Verlangen ist und dass es keine Schande ist, wenn du mal nicht so viel Lust empfindest.

Hier sind die sechs häufigsten Lustblockaden, die mir begegnen.

1. Der Einfluss der Gesellschaft auf unser Verlangen

Häufig haben wir als Kinder Botschaften vernommen, die unsere Lust unterdrücken.

Gerade Mädchen sollen häufig “brav” und “rein” sein, da passt Sexualität nicht ins Raster.

Frage dich:

  • Welche Botschaften habe ich vernommen?
  • Ist dieser Gedanke meiner?
  • Möchte ich ihn behalten? Oder möchte ich ihn loslassen?
  • Wer wäre ich, wenn ich diesen Gedanken loslassen würde?

 

Höre dazu auch in meine 3. Podcast-Folge zum Thema limitierende Glaubenssätze in deiner Sexualität.

2. Lustblockade bei Frauen: Körperbild

Auch hier spielt die Gesellschaft eine große Rolle – Vulven müssen möglichst glatt rasiert und rosig sein, Brüste prall und Bäuche flach.

Das Meiste davon sind nicht deine Überzeugungen!

Frage dich:

  • Was denke ich über meinen Körper?
  • Möchte ich diese Dinge über mich und meinen Körper denken?

 

Mini-Übung:

Stelle dich dazu nackt vor einen großen Spiegel & beobachte, was sich zeigt. Welche Gedanken, welche Emotionen und welche körperlichen Empfindungen? Lass alles da sein und heiße alles willkommen!

Wenn du hierbei Unterstützung brauchst, buche dir hier gern ein Kennenlern-Gespräch mit mir.

3. Traumata können zu Lustblockaden werden

Das müssen nicht die offensichtlichen sexuellen Übergriffe sein, sondern können auch “kleinere” Situationen sein, die eine Lustblockade bei dir auslösen.

Eventuell hat ein Partner mal über deinen Gesichtsausdruck beim Höhepunkt gelacht oder du hast das “Ja” eines Anderen über dein “Nein” gestellt.

All das hinterlässt Spuren in deinem System und deinem Körper.

Wenn du diese nicht auflöst, können sich viele “kleine” Traumata zu einer Blockade aufstauen, die gegebenenfalls auch deine Libido beeinträchtigt.

Hier helfen sinnliche Meditationen, Breathwork, Sounding und Embodiment und je nach Schwere des Traumas auch die Arbeit mit Expert:innen wie Sex-Coaches oder Sexualtherapeut:innen.

4. Fehlendes Wissen schadet deiner Lust

Erst letztes Jahr – 2022 – wurde die Klitoris anatomisch korrekt in den Lehrbüchern dargestellt! Als ein Konstrukt, das aus Schwellkörpern und Schenkeln besteht und nicht – wie ich es noch gelernt habe – ein kleiner Punkt zwischen den Vulvalippen. Das war lediglich die Klitoriseichel!

Wissen ist Macht – auch noch im 21. Jahrhundert. Also: Informiere dich über die weibliche Lust-Anatomie. Dafür empfehle ich dir das Buch von Emily Nagoski “Komm wie du willst”.

Doch Obacht:

Jede Frau hat eine ganz eigene Lust-Anatomie!

Klar, für die Meisten ist die Klitoris das größte Lustzentrum, aber auch hier muss das nicht für dich gelten. Eventuell findest du die Stimulation deines Anus oder deiner G-Zone viel erregender!

Mach’s dir selbst!

Neben dem kognitiven Verstehen von weiblicher Lust ist es wichtig, dass du in die Selbsterkundung gehst.

Sieh dir zu, wie du dir selbst Lust bereitest. Nimm einen Spiegel und beobachte dich! Wie reagiert dein Körper, wenn du dich wie berührst? Was fühlt sich gut, was weniger gut an? Wie sieht deine Vulva, deine Klitoris aus?

Beobachte und finde heraus, was genau dir Lust bereitet. Denn wie soll jemand anderes es wissen, wenn du keine Ahnung hast?

5. Obacht vor den Lustkillern Stress, Pille & Co.

Alles, was sich auf dein körperliches Wohlbefinden auswirkt, beeinflusst auch deine Lust: Stress, ungesunde Ernährung, fehlender Schlaf, Medikamente wie die Anti-Baby-Pille und Drogen.

Was führt bei dir dazu, dass du mehr Lust empfindest? So etwas wie ausreichend Schlaf, eine warme Dusche vor dem Sex oder das aphrodisierende Dessert?

Und was führt dazu, dass du gar keinen Bock auf Sex hast? Zum Beispiel wenn du einen fetten Burger gegessen hast. Oder gerade gestresst von der Arbeit nach Hause kommst.

Auch hier ist es wichtig, in die Selbstbeobachtung zu gehen: Mach dir bewusst, was DU brauchst, um entspannt und offen für Sexualität zu sein.

Nimmst du die Pille? Sie kann das sexuelle Verlangen massiv senken, sprich das doch einmal mit deiner:m Gynäkolog:in an.

6. Du kannst beim Sex nicht loslassen

Da die meisten von uns den ganzen Tag im Kopf sind, ist es fast schon zu viel verlangt, auf “Knopfdruck” voll präsent im Körper zu sein.

Deshalb ist Loslassen so schwierig für viele Menschen.

Auch hier frage dich:

  • Was heißt Loslassen für dich?
  • Was brauchst du, um loszulassen? Evtl. muss der Fernseher aus sein, vielleicht möchtest du vor dem Sex duschen oder du brauchst 45 Minuten “Vorspiel”?

Mini-Übung:

  • Mach’ dir eine Liste von Dingen, die du brauchst und möchtest.
  • Und dann suche eventuell auch das Gespräch mit deiner:m Partner:in.

 

In meiner 1. Podcast-Folge entdeckst du fünf ganz konkrete Schritte, wie du beim Sex leichter loslassen kannst.

Fazit: So löst du deine Lustblockade auf

  • Hab Mitgefühl mit dir selbst und Verständnis für die Komplexität von sexueller Lust
  • Hinterfrage deine Überzeugungen und Gedanken – über dich, deinen Körper, deine Sexualität und Sexualität im Allgemeinen – was sind deine und welche gehören nicht zu dir?
  • Lerne mehr über die weibliche Lust und deine eigene Lustanatomie!
  • Werde dir bewusst, was du brauchst, um wirklich loszulassen und im Hier und Jetzt anzukommen.

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